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    Bebauungsplan Ehrhorn Nr. 3 "Poststraße" mit örtlichen Bauvorschriften

    Planunterlagen

    Bebauungsplan Ehrhorn Nr. 3 "Poststraße"
    Planzeichnung
    Bebauungsplan Ehrhorn Nr. 3 "Poststraße"
    Begründung und Umweltbericht
    Bebauungsplan Ehrhorn Nr. 3 "Poststraße"
    Abwägung
    Bebauungsplan Ehrhorn Nr. 3 "Poststraße"
    Stellungnahmen
    Anlage 1 - Bodengutachten
    Anlage 2 - Untersuchung der Brutvögel
    Anlage 3 - Schalltechnische Untersuchung

     

    Bekanntmachung

    Bauleitplanung der Stadt Schneverdingen
    Bebauungsplan Ehrhorn Nr. 3 „Poststraße“ mit örtlichen Bauvorschriften
    Öffentliche Auslegung gemäß § 3 Abs. 2 BauGB

    Der Verwaltungsausschuss der Stadt Schneverdingen hat in seiner Sitzung am 11.12.2023 die öffentliche Auslegung des Entwurfes zum Bebauungsplan Ehrhorn Nr. 3 „Poststraße“ mit örtlichen Bauvorschriften einschließlich Begründung und Umweltbericht beschlossen.

    Gemäß § 3 Abs. 2 Baugesetzbuch (BauGB) wird hiermit bekanntgemacht, dass der oben genannte Planentwurf mit Begründung, Umweltbericht sowie die nachfolgend genannten wesentlichen, bereits vorliegenden umweltbezogenen Stellungnahmen in der Zeit vom

    22.12.2023 bis einschließlich 22.01.2024

    im Internet unter der Adresse www.schneverdingen.de unter der Rubrik Stadt & Politik/Bauleitplanung/ Beteiligungsverfahren zur Einsichtnahme zur Verfügung stehen und ebenfalls über einen Link auf der Internetseite uvp.niedersachsen.de erreichbar sind. Zusätzlich liegen die zuvor genannten Unterlagen

    im Rathaus der Stadt Schneverdingen, Schulstraße 3, 29640 Schneverdingen, Bauamt, Zimmer 107

    während der Dienststunden von

    montags bis freitags        08:00 Uhr bis 12:00 Uhr und
    montags bis mittwochs    14:00 Uhr bis 16:00 Uhr und
    donnerstags                     14:00 Uhr bis 18:00 Uhr

    zu jedermanns Einsicht öffentlich aus und können auf Wunsch erläutert werden.

    Anregungen und Bedenken können innerhalb der Auslegungsfrist schriftlich (einschließlich E-Mail: stadtplanung@schneverdingen.de) oder zur Niederschrift bei der Stadt Schneverdingen vorgebracht werden. Eine vorherige Terminabsprache unter der Telefonnummer 05193 93-614 wäre wünschenswert. Eine Terminvereinbarung zur Einsichtnahme außerhalb der angegebenen Zeit ist möglich.
    Es wird mit Bezug auf § 3 Abs. 1 Satz 2 BauGB darauf hingewiesen, dass auch Kinder und Jugendliche Teil der Öffentlichkeit sind.                                                         
    Ziel des o. g. Bauleitplanes ist es, die planungsrechtlichen Voraussetzungen für den Neubau eines Feuerwehrhauses an der Poststraße zu schaffen. Darüber hinaus soll für das bestehende Feuerwehrhaus eine Nachnutzung ermöglicht und die Fläche als Mischgebiet ausgewiesen werden. Im südlichen Anschluss an den geplanten Feuerwehrneubau soll die Ackerfläche straßenbegleitend als Wohnbauland entwickelt werden, um der Nachfrage nach Wohnbauland nachzukommen und eine dörfliche Entwicklung zu ermöglichen. Zwischen der Fläche für den Feuerwehrneubau und den Wohnbauflächen wird eine Ausgleichsfläche direkt im Plangebiet festgesetzt.
    Der räumliche Geltungsbereich des Bebauungsplanes Ehrhorn Nr. 3 „Poststraße“ ergibt sich aus dem nachstehenden Lageplanausschnitt (Grundlage: Amtliches Liegenschaftskatasterinformationssystem ALKIS, vervielfältigt mit Erlaubnis des Herausgebers: Landesamt für Geoinformation und Landesvermessung Niedersachsen (LGLN), Regionaldirektion Sulingen-Verden, Katasteramt Soltau). Der Bereich ist schwarz umrandet und wird wie folgt begrenzt: Im Osten durch die freie Feldmark in Richtung Bundesstraße B3, im Süden und Westen durch die Poststraße, im Norden durch die Wohngrundstücke nördlich des Schulweges.

    Folgende, umweltbezogenen Informationen, Gutachten und Stellungnahmen sind in Bezug auf die oben genannten Bauleitplanungen verfügbar:

    -    H&P Ingenieure, Laatzen (2023): Umweltbericht. Neben einer Bestandsaufnahme, der Prognose des Umweltzustandes und einer artenschutzrechtlichen Prüfung wurde der notwendig werdende Kompensationsbedarf aufgrund des Eingriffs in Natur- und Landschaft ermittelt. In der Begründung erfolgten eine Eingriffsbilanzierung und die Betrachtung der erforderlichen Maßnahmen zum Ausgleich. Eine naturschutzfachliche Kompensation ist notwendig und erfolgt durch Anpflanzungen direkt innerhalb des Plangebietes. Durch die Planung ist mit einem Kompensationsplus zu rechnen. Der Überschuss soll zu einem späteren Zeitpunkt einem anderen Bebauungsplan zugeordnet werden.

    -    Abia, Neustadt (2023): Untersuchung der Brutvögel im Rahmen des B-Planes Ehrhorn Nr. 3 „Poststraße“ in Ehrhorn (Stadt Schneverdingen) im Jahr 2023. Artenschutzrechtliche Prüfung gemäß § 44 BNatSchG für die Artengruppe Vögel. Die Ergebnisse des artenschutzrechtlichen Fachbeitrages wurden im Umweltbericht aufgegriffen und in den Bebauungsplan eingearbeitet. Im Plangebiet wurden fünf Brutvogelarten nachgewiesen. Alle Reviere liegen am Rand des Gebietes im Bereich der Bäume und Gebüsche entlang der Poststraße sowie im Norden im Bereich des bestehenden Feuerwehrhauses. Durch die Planung ist nicht mit dem Verlust von Fortpflanzungsstätten zu rechnen, sodass vorgezogene Maßnahmen des Artenschutzes (CEF-Maßnahmen) nicht erforderlich sind. Ein Hinweis zum vorsorgenden Artenschutz (Bauzeitenregelung) wird im Bebauungsplan gegeben.

    -    BFB Büro für Bodenprüfung GmbH, Lüneburg (2023): Baugrunduntersuchung für eine Feuerwehr + Wohnbauflächen in Schneverdingen/Ehrhorn. Die Baugrunduntersuchung kommt zu dem Ergebnis, dass die untersuchten Böden für eine Regenwasserversickerung geeignet sind und eine dezentrale Versickerung des Regenwassers z. B. über Mulden oder Rigolen auf den untersuchten Flächen grundsätzlich möglich ist.

    -    TÜV Nord GmbH & Co.KG, Hannover (2023): Schalltechnische Untersuchung zum Bebauungsplan Ehrhorn Nr. 3 „Poststraße“ der Stadt Schneverdingen. Aus der Untersuchung geht hervor, dass tagsüber und nachts die Orientierungswerte in Bezug auf den Schienen- und Straßenverkehr für allgemeine Wohngebiete überschritten werden. Es ergeben sich entsprechend die Lärmpegelbereiche II bis IV, sodass passive Schallschutzmaßnahmen erforderlich sind und im Bebauungsplan vorgegeben werden. Die umgebenden Nutzungen in Form des Schießstandes, des Dorfgemeinschaftshauses und der benachbarten Zimmerei sind mit der Planung verträglich.

    -    Abwägung zu den Eingaben aus der erfolgten frühzeitigen Beteiligung der Öffentlichkeit gem. § 3 Abs. 1 BauGB und der Behörden und Träger öffentlicher Belange gem. § 4 Abs. 1 BauGB mit der Begründung zu den Abwägungsvorschlägen über die Berücksichtigung der eingebrachten Belange bei der Fortsetzung des Planverfahrens

    Darüber hinaus liegen, nach Einschätzung der Stadt, folgende wesentliche umweltbezogene Stellungnahmen von Behörden und sonstigen Trägern öffentlicher Belange im Rahmen der Beteiligung gemäß § 4 Abs. 1 BauGB vor:

    -    Landkreis Heidekreis mit Forderungen zur Eingrünung des Plangebietes, zum Erhalt des straßenbegleitenden Baumbestandes an der Poststraße, zu einer Ergänzung der Standortalternativenprüfung und Bedenken gegenüber der Ausweisung eines Mischgebiets.
    -    Landvolk Niedersachsen mit dem Hinweis auf den Verlust von landwirtschaftlicher Nutzfläche und der Bitte um Umsetzung der Ersatzmaßnahmen im Plangebiet selber.
    -    Landesamt für Bergbau, Energie und Geologie mit Hinweisen auf den NIBIS-Kartenserver zu den Baugrundverhältnissen und möglichen alten bergbaulichen Rechten,
    -    Niedersächsische Landesbehörde für Straßenbau und Verkehr mit dem Hinweis, dass eventuelle Schutzmaßnahmen gegen die vom Landes- und Bundesstraßenverkehr ausgehenden Emissionen nicht zu Lasten er Straßenbauverwaltung erfolgen.
    -    Landwirtschaftskammer Niedersachsen mit dem Hinweis auf die Belange des landwirtschaftlichen Flächenbewirtschafters.

    Umweltbezogene Stellungnahmen von Privatpersonen im Rahmen der Beteiligung der Öffentlichkeit gemäß § 3 Abs. 1 BauGB liegen nicht vor.

    Es wird gemäß § 3 Abs. 2 BauGB und § 4a Abs. 5 BauGB darauf hingewiesen, dass nicht fristgerecht abgegebene Stellungnahmen bei der Beschlussfassung über die Bauleitpläne unberücksichtigt bleiben können, sofern die Stadt deren Inhalt nicht kannte und nicht hätte kennen müssen und deren Inhalt für die Rechtmäßigkeit der Bauleitpläne nicht von Bedeutung ist. Ferner wird darauf hingewiesen, dass ein Antrag nach § 47 der Verwaltungsgerichtsordnung unzulässig ist, soweit mit ihm Einwendungen geltend gemacht werden, die vom Antragsteller im Rahmen der Auslegung nicht oder verspätet geltend gemacht wurden, jedoch hätten geltend gemacht werden können.

    Sofern Stellungnahmen personenbezogene Daten enthalten, erfolgt deren Verarbeitung auf Grundlage des Art. 6 Abs. 1 Buchstabe e in Verbindung mit Artikel 6 Abs. 3 Datenschutz-Grundverordnung (DSGVO), § 3 BauGB und § 3 Niedersächsisches Datenschutzgesetz (NDSG).

    Diese Bekanntmachung finden Sie auch unter der Internetadresse www.schneverdingen.de unter der Rubrik Stadt & Politik/Bekanntmachungen.


    Schneverdingen, 13.12.2023


    Stadt Schneverdingen
    Die Bürgermeisterin
    gez. Meike Moog-Steffens (L.S.)

     

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