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    Heideblütenfest 2020 abgesagt

    Heideblütenfest 2020 findet wegen Corona nicht statt: „Es tut weh“

    Das Schneverdinger Heideblütenfest als ältestes und größtes Traditionsfest der Region sowie Höhepunkt des Jahres, jedenfalls für sehr viele Schneverdinger und Gäste, fällt wegen der Corona-Pandemie in diesem Jahr aus. „Es tut weh, es ist unglaublich schade und fällt uns sehr schwer, diese Entscheidung zu verkünden“, erklärte Meike Moog-Steffens, Vorsitzende des Vereins Heideblüte Schneverdingen e. V., der das Fest zusammen mit der Stadt Schneverdingen jährlich organisiert.

    Seit 1922 feiern Schneverdinger Bürgerinnen und Bürger mit ihren rund 40.000 Gästen am letzten Wochenende im August zu Ehren der blühenden Heide dieses Fest. In diesem Jahr fällt das Heideblütenfest, welches nur während des Zweiten Weltkrieges ausgefallen war, erstmals seit 1948 aus. Die amtierende 75. Heide-königin Johanna Stuhlmacher wird die Krone aus blühender Heide ein weiteres Jahr tragen.

    Diese Absage wird ganz viele Menschen enttäuschen. Aber schon der Name ältestes und größtes Traditionsfest der Region zeigt, worum es geht. Ein Fest dieser Größe, mit vielen Gästen, Gedränge und wenig Abstand bedeutet eine hohe Ansteckungsgefahr. Insofern gilt bei Festen die größte Sensibilität. Solange es keinen Impfstoff gibt, solange es kein Medikament gibt, muss besonders aufgepasst werden. Die Ausbreitung des Corona-Virus lässt keine andere Entscheidung des Vereinsvorstandes zu. Weder Maskenpflicht noch Abstandsregelungen sind auf Veranstaltungen dieser Größenordnung einzuhalten.

    Die hohe Dynamik der Verbreitung des Corona-Virus hat dazu geführt, dass Bund und Länder für die Bürgerinnen und Bürger einschneidende Beschränkungen verfügen mussten, um die Menschen vor Infektionen zu schützen und eine Überforderung des Gesundheitssystems zu vermeiden. Durch die Verordnung zum Schutz vor Neuinfektionen mit dem Corona-Virus des Landes Niedersachsen vom 17.04.2020 sind Großveranstaltungen (über 1.000 Besucher) bis mindestens 31. August 2020 untersagt.

    Der Vereinsvorstand hat sowohl eine abgespeckte Variante als auch eine Verschiebung des Heideblütenfestes in den September geprüft, abgewogen und dann verworfen. „Das Heideblütenfest geht entweder ganz oder gar nicht. Die Veranstaltung eines Notfestes würde die Marke Heideblütenfest nachhaltig schädigen“, so Moog-Steffens. Eine Verschiebung des Festes in den Monat September kommt nicht in Betracht, da nicht mit Sicherheit gesagt werden kann, ob Großveranstaltungen dann wieder zulässig sind. Dieses Risiko kann der Verein Heideblüte nicht tragen, denn er müsste mit dieser Ungewissheit finanziell in Vorleistung treten.

    Die Absage des Heideblütenfestes ist emotional und ökonomisch ein schwieriger Moment, denn die negativen Auswirkungen werden in wirtschaftlich ohnehin  schwierigen Zeiten unübersehbar sein. Viele Arbeitsplätze hängen am Tourismus, Gastronomie, Hotellerie und Einzelhandel profitieren vom Heideblütenfest. Auch die vielen Ehrenamtlichen, die sich für das Fest engagieren, werden sehr enttäuscht sein, denn erste Vorbereitungen wurden bereits getroffen.

    Der Vereinsvorstand bittet um Verständnis für die Absage des Heideblütenfestes  und blickt zuversichtlich in das nächste Jahr. „Lassen Sie uns zusammen alles dafür tun, dass wir in 2021 ein gesundes und glückliches Heideblütenfest mit der Krönung der 76. Heidekönigin feiern können“, wirbt Moog-Steffens für Unterstützung.

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