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    Insektennahrung aus dem Kaugummiautomaten

    Diese Idee setzte ein junger Unternehmer aus Dortmund angesichts des fortschreitenden Insektenrückgangs in die Tat um. Aus aufgearbeiteten Original-Kaugummiautomaten der 1960er bis 1980er Jahre fertigt er Spender für Saatgut, das sich in Gärten zu insektenfreundlichen Blühmischungen entwickeln kann.

    Die Stadt Schneverdingen hat kürzlich einen der knallgelben sogenannten Bienenautomaten beschafft und an der Alten Schule neben dem Eingang zur Musikschule aufgehängt. Für 50 Cent gibt der Automat eine Mehrwegkapsel aus Kunststoff ab, die mit Saatgut von heimischen Wildpflanzen aus der Region Nordwestdeutsches Tiefland befüllt ist.

    Die Mischung trägt den bedeutungsvollen Namen ‚Lass deine Stadt aufblühen!‘. Da außer gebietsheimischen Pflanzen einzelne Kulturarten aus der Mischung hervorgehen können, ist eine Ausbringung lediglich im Siedlungsbereich und nicht in der freien Landschaft zulässig.

    Die Aussaat sollte vorzugsweise im Frühjahr bis Mitte Mai oder aber im Spätsommer bis Mitte September erfolgen. Der Inhalt einer Kapsel lässt sich gut in ein bis zwei Balkonkästen, entsprechend großen Blumentöpfen oder an einer freien sonnigen bis halbschattigen Stelle im Garten unterbringen.

    Es empfiehlt sich die Mitnahme des kostenlosen Flyers mit Tipps zur Aussaat, damit auf dem Weg zur Blühwiese im Kleinen möglichst nichts schief geht.

    Um die Rückgabe der leeren Saatgutkapseln in den dafür vorgesehenen Behälter wird gebeten. Die Kapseln werden neu befüllt und gelangen anschließend zurück in den Automaten.

    Eine deutschlandweite Übersicht über alle Standorte der Bienenautomaten findet sich auf www.bienenautomat.de.

     

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